JPG, GIF, PNG...wann ist welches Format sinnvoll?

Hier kommt alles rein, was Bildbearbeitung zum Thema hat und nichts mit PhotoImpact zu tun hat.

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JPG, GIF, PNG...wann ist welches Format sinnvoll?

Beitragvon Markus am 11.08.2007, 14:43

Der Titel sagts schon...

Wenn ich mich mit den einzelnen Grafiken, Bildern und Objekten beschäftige, stehe ich meistens vor der Frage: Wie abspeichern???

Grundsätzlich speicher is alles als UFO ab!! Dann das Ganze nochmal, i.d.R. verwende ich dabei dann für Logospielereien usw. das Dateiformat GIF und für Bilder das Format JPG. Nun erhalte ich beim gleichen Bild als GIF aber eine spürbar kleinere Datei wie als JPG. Also besser für die HP!!

a) was tun?
b) und welche Rolle spielt PNG (Vor- / Nachteile?) bei der ganzen Sache?
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Beitragvon Adlerauge am 11.08.2007, 16:29

Diese Frage taucht häufig auf. Und bevor ich hier lange Ausführungen darüber mache, lies Dir doch mal durch, was Dr. Web dazu schreibt. Oder selfhtml.

Ganz grob:
.gif eher bei einfachereren sowie animierten Grafiken, .jpg für Fotos und drgl..
.png ist ein Zwischenformat, das die Vorzüge beider miteinander vereint. Allerdings, und hier wäre Friedel eher gefragt, scheinen einige ältere Browser damit nicht immer klar zu kommen. Auch andere Bildbearbeitungsprogramme nicht (aber denkt insoweit an das 11. Gebot: es gibt kein anderes Bildbearbeitungsprogramm neben PI :lol: :tja: ).

Mit .ufos kann nur derjenige etwas anfangen, der mit PhotoImpact arbeitet. Das Format ist vor allem dafür gedacht, dass Du als Grafikersteller jederzeit Änderungen in Deinen Bildern vornehmen kannst, ohne wieder von vorne anfangen zu müssen.


Übrigens ist es nicht immer so, dass die Wahl des .gif-Formates gleich bedeutend ist mit der geringeren Dateigröße !
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Beitragvon dome am 12.08.2007, 19:40

moin

ich nutze pngs recht gerne (auch im web) weil sie ne gute qualität bieten und dazu hintergrundlose bilder zulassen (ähnlich wie gif).

ich weiß dass es im IE6.0 immer propleme gab, dass er hintergrundlose bilder nicht richtig dargestllt hat: will sagen, er hat nicht den webhintergrund für das bild genommen sonder sich ein hässliches grau genommen; das soll sich angeblich mim IE7.0 verbessert haben wobei ich mich frage wie man den IE verbessern kann. man sollte ihn neu erstellen oder ganz sein lassen

also: gif für bewegtes, jpg für bilder die du knipst und bilder di du selber machst (am Rechner) png. im web kannst du das evtl auch nutzen (es muss ja dan nicht immer hintergrundlos sein)

@Adlerauge: mit dem 11. gebot können wir ein andermal reden. ich sag nur Aperture... :weg:
ach ja, mit der kompatibiltät: also unter MacOS kennt jedes programm pngs und zeigt sie auch an.

gruss
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Beitragvon Friedel am 12.08.2007, 21:59

Les dir dazu mal http://www.friedels-home.de/index.html?/Kurse/HTML/18bilder.htm durch.

Gifs haben immer einen Farbraum von 8 Bit. Es sind also 256 verschiedene Farben darstellbar. Das reicht nicht, um einen gleichmäßigen Farbverlauf dar zu stellen. Wenn man also z.B. ein Farbfoto von einer Motorhaube als Gif abspeichert, wird man sichtbare Farbwechsel haben, wo durch die Wölbung der Motorhaube und das Licht eigentlich ein allmählicher Farbwechsel sein müsste. Das gleiche passiert auch oft mit dem Himmel auf Fotos. Ein Gif kann auch aus 256 Grautönen bestehen. Mehr Grautöne sind mit anderen Bildformaten auch nicht darstellbar. Für ein Schwarz-Weiß-Foto ist der Farbraum also ausreichend.

Beim Gif ist Transparenz darstellbar und man Animationen erzeugen, die aus einer Folge von mehreren Frames bestehen. Dabei ist mit dem Wort Frames natürlich nicht das gleichnamige Htmlelement gemeint. Eine transparenteFläche ist beim Gif immer vollständig transparent. Eine Fläche, die teilweise transparent, bzw. ein wenig durchscheinend ist, ist nicht machbar.

Die Komprimierung des Gif ist verlustfrei. Beim Komprimieren gehen keine Bilddaten verloren.

Gif ist als Dateiformat zu empfehlen, wenn das Bild gleichfarbige Flächen und wenig verschiedene Farben enthält.

Png ist eigentlich eine Sonderform des Jpg. Deshalb gelten viele Aussagen, die für das JPG gemacht werden, auch für das Png.

Ein Jpg hat einen Farbraum von 3 Byte. 3 Byte sind 24 Bit. 2 hoch 24 = 16777216. So viele verschiedene Farben sind damit darstellbar. Das ist mehr als das Auge unterscheiden kann. Daher können beliebige Farbwechsel und Schattierungen kompromisslos dargestellt werden.

Ein Jpg enthält durch die größere Farbtiefe mehr Bildinformation als ein Gif. Die Kompression ist einstellbar. Durch das völlig andere Kompressionsverfahren kann die Dateigröße deutlich kleiner werden als beim Gif, sie kann aber auch deutlich größer sein. Das Kompressionsverfahren beim Jpg ist nicht verlustfrei. Beim Komprimieren gehen also Daten verloren. Wenn man ein Foto speichert, hat es möglicherweise eine sehr gute Qualität. Wenn man es mit einem Bildbearbeitungsprogramm öffnet und erneut abspeichert, wird es neu komprimiert und es gehen wieder Daten verloren. Dadurch wird die Qualität schlechter. Wenn du also vorhast ein Bild später nach mal weiter zu bearbeiten, solltest du für die weitere Bearbeitung zusätzlich zum Jpg-Format noch ein anderes Format abspeichern, damit nicht bei jedem Bearbeitungsschritt Daten verloren gehen.

Für das Png gilt alles, was ich bisher für das Jpg geschrieben habe auch. Aber beim Png ist Transparenz möglich. Man kann sogar teilweise Transparenz darstellen. Allerdings können viele Browser diese teilweise Transparenz nicht korrekt darstellen.
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Beitragvon Friedel am 12.08.2007, 22:37

Komprimierungsmethoden

Welches Format zu verwenden ist, hängt natürlich auch vom verwendeten Kompressionsverfahren ab. Deshalb ist es hilfreich, ein wenig eine Vorstellung zu haben, wie die Bilder komprimiert werden.

Als Grundlage nehme ich mal ein unkomprimiertes Bitmap. Nehmen wir also ein Bildchen mit 16×16 Pixel wie dieses: Bild. Wäre das ein Bmp, könnte man leicht abschätzen, wie viel Speicherplatz es belegen würde. Es wären folgende Informationen in der Bilddatei abgespeichert: Das Bild besteht aus 16 Reihen mit je 16 Bildpunkten. Der erste Punkt enthält 256 von 256 Anteilen rot, 256 von 256 Anteilen Grün und 256 von 256 Anteilen Blau. (Das wäre ein weißer Pixel.) Der 2. Pixel enthält xxx von 256 Anteilen rot, usw. So werden für jeden der 16×16 Pixel die Farbwerte für den Rotanteil, den Grünanteil und den Blauanteil gespeichert. Pro Pixel sind das 3 Byte. Das Bild belegt also 16 × 16 × 3 = 768 Byte. Da kommen noch ein paar Byte dazu für den Dateiheader. Dort ist gespeichert, welche Form das Bild hat, wie die Datei heißt usw.

Die Dateigröße richtet sich also nach den Ausmaßen des Bildes und der Farbtiefe. Ein Bild kann noch so einfach sein, der Speicherplatz wird dadurch nicht kleiner. Wenn das Bild aber z.B. nur eine gelbe Fläche darstellt, könnte man viel einfacher alle Bildinformationen speichern. Man könnte einfach speichern, dass da ein Bereich mit 16 × 16 gelben Punkten ist. Das ist das Prinzip, wie die Bildinformation beim Gif gespeichert wird. Entsprechend wird die Dateigröße kleiner, wenn das Gif nur wenig verschiedene Farben hat und keine komplizierten Strukturen enthält. Ein Bild, das oben links rot ist und unten rechts grün ist, und dazwischen einen gleichmäßigen Farbverlauf zeigt, wird als Gif also recht groß. Es gibt ja keinen nennenswerten gleichfarbigen Flächen, die auf diese Weise zusammen gefasst werden können. Es muss für alle Zwischenfarben jeweils ein Bereich definiert werden.

Gerade hier liegt die Stärke beim Jpg. Bei jedem Pixel wird nachgesehen, welche Farbe die Nachbarpixel haben. Für jeden dieser Bereiche wird gespeichert, dass hier ein Farbwechsel von Farbe x zu Farbe y stattfindet. Die Kompressionsrate gibt an, wie groß die jeweiligen Bereiche sind.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Jpg und Png ist, dass das Png runde Bereiche verwendet, während das Jpg quadratische Bereiche zusammenfasst.

Für Jpg und Png gibt es jeweils mehrere Algorithmen, wie die zu speichernden Informationen errechnet werden. Das ist aber eher Fachwissen. Der Normaluser braucht sich dafür nicht zu interessieren. Wer trotzdem neugierig ist, kann sich ja mal http://de.wikipedia.org/wiki/JPEG durchlesen.

Bei Png kann man auch verlustfrei speichern. Eigentlich war das bei der Entwicklung des Formates als Standard vorgesehen. In der Praxis verwenden viele Bildbearbeitungsprogramme aber nicht oder nicht nur diese verlustfreie Komprimierung.
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Re: JPG, GIF, PNG...wann ist welches Format sinnvoll?

Beitragvon Gast am 07.11.2010, 11:07

Hallo Friedel
Ich Danke dir recht herzlich für diese sehr gute Erklärung.
Nun weis ich wenigstens wann ich wie am besten abspeicher.
Ein Gast, oder besser Gästin :D:
Wollt dies nur mal so sagen, hab ja kein Gästebuch gefunden :roll: :wink:
Gast
 

Re: JPG, GIF, PNG...wann ist welches Format sinnvoll?

Beitragvon kwendon am 06.08.2015, 16:43

Oh das ja mal ein super Thread, seh ich jetzt erst. Paar Sachen waren mir auch unklar.
Der Betrunkene sagt, was der Nüchterne denkt.
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Re: JPG, GIF, PNG...wann ist welches Format sinnvoll?

Beitragvon kwendon am 06.08.2015, 16:44

Der Betrunkene sagt, was der Nüchterne denkt.
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Re: JPG, GIF, PNG...wann ist welches Format sinnvoll?

Beitragvon Adlerauge am 07.08.2015, 11:37

Hallo kwendon!
Du gräbst aber in den Tiefen :lol: ....
Schön, dass du dich für dieses forumsalte Thema begeistern kannst. Und dein Link vervollständigt die Infos :tx:
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