Label

Damit eine CD etwas hermacht muss sie ein Label haben. Das Label hat gleichzeitig die Nebenwirkung, dass es die empfindliche Seite der CD schützt. Eine CD ist nämlich nicht so robust, wie uns die Werbung glauben machen möchte. Die beschichtete, meist auch bedruckte Seite ist sehr empfindlich. Wie empfindlich die andere Seite ist, ist hauptsächlich vom CD-Laufwerk abhängig. Um so ein Label machen zu können, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit. Es gibt zwar bedruckbare CD-Rohlinge und spezielle Drucker dafür, aber beides ist für den privaten Anwender viel zu teuer. Man muss also Label aufkleben. Dazu gibt es fertige Label zu kaufen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, andere Label zu verwenden. Schon die geringste Unwucht macht die CD, und schlimmstenfalls sogar das CD-Laufwerk, unbrauchbar. Deshalb braucht man auch ein Hilfsmittel mit dem man die Etiketten genau mittig auf die CD bekommt. Es gibt die tollsten Konstruktionen, die einem helfen sollen das Etikett mittig auf die CD zu kriegen. Ich kenne nur eine, was etwas taugt. Wie so oft ist es auch noch die billigste. Du siehst sie auf dem Bild oben rechts (Zweckform No.6042). Die CD wird in die dazugehörige Hülle (Jewelcase) gelegt. Beschichtete Seite nach oben - wie immer. Dann wird diese Plastikscheibe über die CD gelegt (Siehe Bild links) und das Etikett auf die CD geklebt. Das Loch im Etikett passt genau über die Plastikscheibe. Natürlich wird das Etikett erst aufgeklebt, wenn es fertig ist. Zuerst muss es mal bedruckt werden.

Bedrucken des Etiketts

Bevor du die Druckvorlage erstellst, musst du erst mal testen, wie gut dein Drucker für CD-Etiketten geeignet ist und du musst dir Etiketten besorgen.

Etiketten

Etiketten gibt es in jedem PC-Shop und auch im Schreibwarenhandel. Es gibt sie in verschiedenen Farben, von verschiedenen Herstellern, in verschiedenen Anordnungen auf dem Bogen und aus verschiedenen Materialien.

Farben

CD-Etiketten kann man in den Grundfarben, mit und ohne Muster, in weis und in transparent kaufen. Wenn alle deine Etiketten die selbe Grundfarbe bekommen sollen, können farbige Etiketten die Druckkosten gewaltig vermindern. Speziell wenn du einen Drucker hast, bei dem die ganze Farbpatrone gewechselt werden muss wenn eine Farbe leer ist, macht sich das bemerkbar. Von der Grundfarbe braucht man natürlich sehr viel, die dafür gebrauchten Farben werden also sehr schnell leer sein. Andererseits kannst du bei einem farbigen Etikett die Farbe Weiß nicht verwenden (außer dein Drucker kann weiß drucken). Außerdem werden auch die Farben, die auf den farbigen Untergrund gedruckt werden verfälscht. Für Bilder und/oder helle Schriftzüge sind diese Etiketten also nur bedingt brauchbar. Transparente Etiketten sind oft schwer zu bekommen und recht teuer. Ausserdem besteht auch hier das Problem, dass man die Farbe Weiß nicht verwenden kann.

Hersteller

Gravierende Qualitätsunterschiede zwischen den Herstellern habe ich nicht feststellen können. Ich kaufe immer die billigsten, die ich bekommen kann.

Anordnung

Zwei verschieden Sorten Bögen sind verbreitet. Rechts siehst du Skizzen davon. Der Preisunterschied pro Etikett ist meist minimal. Deshalb kaufe ich ausschließlich Etikettenbögen des linken Typs. Er hat einige wesentliche Vorteile. Du musst nur eine "einfache" Vorlage erstellen. Nach dem Druck kannst du den Bogen umdrehen und die andere Seite bedrucken. Für den rechten Typ brauchst du 3 Vorlagen, je nach dem welches Etikett du bedrucken willst.

Material

Ich verwende Etiketten aus Papier. Es gibt auch teurere Etiketten aus Glossymaterialien. Ich sehe darin aber keinen Vorteil, der den hohen Preis rechtfertigt. Nur wenn man transparente reflektierenede Flächen der CD ins Design einbeziehen will, geht es mit Papier natürlich nicht.

Druckertest

Es spielt beim Bedrucken von Etiketten eine wesentliche Rolle wie genau dein Drucker den Druck auf dem Papier platziert. Um das zu testen, öffne dein Grafikprogramm und erstelle ein Dokument in DIN A4 Format mit einem kleinen Kreuz genau in der Mitte des Dokuments. Drucke dieses Blatt aus. Messe nach, ob das Kreuz wirklich genau in der Mitte des Blatts ist. Lege das Blatt zurück in den Papierschacht und drucke das selbe Dokument noch mal auf das Blatt. Das wiederholst du noch ein paar mal. Theoretisch sollte auf dem Blatt jetzt ein Kreuz sein, das mehrmals überdruckt wurde. Praktisch ist wahrscheinlich jedes mal ein neues Kreuz entstanden. Messe nach, wie weit die Kreuze auseinander liegen. Jetzt machst du noch ein Dokument mit einem Kreuz, das sich nicht in der Mitte des Blattes befindet, sondern ziemlich nah am oberen oder unteren Rand. Das Dokument kannst du auf das selbe Blatt drucken. Messe nach, ob der Abstand vom Rand beim gedruckten Blatt mit der Vorlage übereinstimmt.

Vom Ergebnis dieses Tests ist es abhängig, wie weit der Hintergrund des Etiketts über das Etikett hinaus auf den Bogen gedruckt werden muss und wie groß der Abstand des Motivs vom Etikettrand sein muss. Außerdem musst du bedenken, dass runde Motive, die zentrisch angeordnet sein sollen, nicht gut aussehen wenn sie einige Millimeter außerhalb der Mitte sind.

Die Vorlage

Welches Programm du letzt endlich für dein Etikett verwendest, ist dir überlassen. Ich verwende meistens Microsoft Word. Es gibt auch Programme zu kaufen, die extra für CD-Etiketten geschrieben wurden. Ich habe damit keine guten Erfahrungen gemacht. Da aber jeder andere Vorstellungen hat wie das Etikett aussehen soll, lohnt sich das Experimentieren trotzdem.

Natürlich sollte dein Label am Design deiner Homepage, die du auf die CD brennen willst, orientiert sein.

Viel Erfolg beim Designen.

Weiter geht's mit dem Kapitel Cover.


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