Allgemeine Regeln

Datei- und Ordnernamen

Sonderzeichen

Unter Windows haben sich die meisten User schon daran gewöhnt, dass man Datei- und Ordnernamen fast beliebig vergeben darf. Im Internet trifft das aber nicht zu. Datei- und Ordnernamen dürfen nur aus Buchstaben, Ziffern und dem Unterstrich ("_") bestehen. Außerdem sind Nur die Buchstaben erlaubt, die im ASCII enthalten sind. Also nicht "Ä", "ä", "Ö", "ö", "Ü", "ü" und "ß".

Groß- und Kleinschreibung

Auf DOS-Systemen spiel es keine Rolle, ob ein Dateiname groß oder klein geschrieben ist. Da deine Links und Grafikreferenzen aber auch z.B. auf Linuxsystemen funktionieren sollen, und vor allem, weil der Server, auf dem deine Homepage gespeichert ist, mit großer Wahrscheinlichkeit mit Unix läuft, musst du genau zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden. Wenn du z.B. einen Link "<a href="08allgemeine_regeln.htm">Allgemeine Regeln</a>" verwendest, die betreffende Datei aber "08allgemeine_regeln.htm" heißt, wird der Link beim Testen auf deinem Rechner funktionieren. Im Internet funktioniert er nicht! Am sichersten ist es, alle Dateinamen klein zu schreiben.

index.htm

Fast alle Internetserver verwenden einen bestimmten Dateinamen für die Startseite. Meistens ist das "index.htm" oder "index.html". Vor einigen Jahren war auch "default.htm" verbreitet. Erkundige dich bei deinem Provider, welchen Defaultnamen er verwendet. Wenn du keine Informationen dazu findest, probier am besten einfach mal "index.htm" aus. Der Defaultname hat den Vorteil, dass er nicht angegeben werden muss. Es reicht aus, den Ordnernamen an zu geben. Wenn du z.B. die Seite "http://www.stefanfvogt.de/index.htm" aufrufen willst, genügt auch "http://www.stefanfvogt.de/". Sofern in diesem Verzeichnis eine Datei namens "index.htm" ist, wird sie angezeigt. Das hat zum einen den Vorteil, dass die URL kürzer ist. Zum anderen fällt es Unbefugten schwerer deinen Webspace zu durchstöbern, weil sie beim Aufrufen eines Ordnernamens ja zur Startseite des Ordners weiter geleitet werden und nicht den Ordnerinhalt angezeigt bekommen.

Dateinamenserweiterungen

Unter Windows gibt es eine ausgesprochen unpraktische Funktion. Durch sie werden die Dateinamenserweiterungen bei "bekannten" Dateiformaten ausgeblendet. Zu allem Übel ist diese Funktion standardmäßig nach der Installation von Windows aktiviert. Unter "Ordneroptionen" kann man sie deaktivieren und sollte das auch tun. Mir ist nie klar gewesen, wozu diese Funktion gut sein soll. Schließlich ist es unbedingt notwendig, eine "Setup.exe" von einer "Setup.inf" oder einer "Setup.txt", einer "Setup.log" usw. unterscheiden zu können. Auch bei Links oder Referenzen muss die Dateiendung immer mit angegeben werden.

Browser

Es gibt weit über 100 verschiedene Browser. Sie sind sehr unterschiedlich verbreitet und funktionieren auch sehr unterschiedlich. Während fast alle Browser völlig unbedeutend sind und meist nur für ganz spezielle Anwendungen brauchbar sind, gibt es einige wenige Browser, die sich den Markt teilen. Zur Zeit liegt in der Verbreitung der Internet Explorer (IE) weit vorne. Er ist in allen Windowssystemen ab Windows 95 enthalten und er ist in seinen aktuellen Versionen 5 und 6 gleichzeitig der Browser, der die Möglichkeiten von HTML4 und von JavaScript am besten umsetzt. Dieser Browser hat aber den wichtigen Nachteil, dass er eben nur unter Windows funktioniert. Speziell die wachsende Zahl der Linuxbenutzer kann ihn nicht verwenden. Ein weiter bedeutenderer Browser ist unter dem Namen Netscape Navigator (NN) bekannt. Von ihm sind die Versionen 4, 6 und 7 verbreitet. Version 4 enthält sehr viele Fehler. Sie hat erhebliche Einschränkungen bei der Umsetzung von HTML 4 und teilweise auch mit HTML 3.2. CSS funktioniert so gut wie gar nicht. Auch mit der Umsetzung der Standards von JavaScript ist es bei diesem Browser nicht weit her. Das mag zunächst paradox klingen, wenn man bedenkt, dass Netscape maßgeblich an der Entwicklung von JavaScript beteiligt war. Es wird aber verständlich, wenn man weiß, dass die Standards auch zu JavaScript längst vom W3C festgelegt werden und dass es die Firma Netscape schon lange nicht mehr gibt. Die Homepage mit dem Namen Netscape wird von AOL betrieben und auch der sogenannte Netscapebrowser ist ein von AOL modifizierter Mozilla. Das erklärt auch die grosse Ähnlichkeit zwischen NN 6 bzw. NN 7 und dem Mozilla. Aus dem Opensource-Projekt Mozilla ist inzwischen ein weiterer leistungsstarker Browser entstanden. Ein weiterer wichtiger Browser ist eine relativ neue Entwicklung. Es handelt sich um Opera von der norwegischen Firma Opera Software ASA. Während sich Microsoft und Netscape über ein Jahrzehnt um die Vormachtstellung gestritten haben, hat Opera Software ASA ohne großes Aufsehen zu erregen einen Browser entwickelt, der in der Version 3.6 zunächst sehr schnell war, aber in den Fähigleiten noch deutlich hinter den beiden Großen lag. Nach einer Pause kam danach die Version 5 heraus. Opera wirbt bis heute damit, dass Opera der schnellste Browser der Welt sei, aber seit Version 5 ist Opera ausgesprochen langsam. Dafür hat er, was seine Fähigleiten im Bezug auf HTML 4 betrifft, zumindest den Netscapebrowser um Längen geschlagen. Bei JavaScript ist Opera 5 sehr langsam, es funktioniert aber. CSS funktioniert weitgehend nicht. Seit Version 6 funktioniert auch CSS einwandfrei. JavaScript wird sehr viel schneller ausgeführt. Opera hat den großen Vorteil, dass er unter fast allen Betriebsystemen funktioniert.

Wenn du deine Homepage veröffentlichst ist, ist es ratsam das Design und die Scripte mit allen verfügbaren Browsern zu testen.

Im nächsten Kapitel geht es um das Favicon.


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