Der Waterberg. Ein Juwel unter den Parks in Namibia. Weitgehend unberührte Natur mit einer einzigartigen Vogel- und Wildvielfalt und trotzdem von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.
Dieser Berg hat in vieler Hinsicht eine besondere Bedeutung.
Geologisch gesehen ist der Waterberg ein typischer Tafelberg. Er ist ein Überbleibsel einer ehemaligen Senke, die mit Sand bedeckt und versteinert, durch tektonische Bewegung angehoben wurde und danach wieder so weit wegerodiert wurde, dass nur noch dieser Berg (und einige andere) übrig geblieben sind.
Zoologisch gesehen ist er ein Biotop, das schwer zugänglich ist und dadurch guten Schutz für bedrohte Tier- und Pflanzenarten bietet, die hier eine Zuflucht gefunden haben und/oder hier angesiedelt wurden um ihre Erhaltung zu gewährleisten.
Auch seine Vegetation ist etwas besonderes. Auf seinem Plateau wächst der südwestlichste Ausläufer des Laubtrockenwaldes, der sonst in der nördlichen Kalahari und in in der Capriviregion vorkommt. Seinen Namen und seinen Tier- und Pflanzenreichtum verdankt der Waterberg vielen Quellen, die an der Grenze zwischen wasserdurchlässigen und wasserundurchlässigen Gesteinschichten an den Hängen sprudeln.
Er ist ein Mahnmahl namibischer Geschichte. In der Schlacht am Waterberg haben die Herero die größte Schlacht gegen die deutsche Kolonialmacht verloren. Dadurch wurde das Ende der traditionellen Lebensweise, mit den Rinderherden durch das Land zu ziehen, besiegelt.
1972 wurde das gesamte Plateau und Teile der darunter liegenden Hänge zum Nationalpark ernannt.
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